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5000 Quadratmeter saftiges Grün - Landschaftsprojekt: Gemeinde, Planer und Bürger feiern Fertigstellung des Baum-des- Jahres-Parks in Großheubach

Nachricht / Pressemeldung vom: 02.06.2014

Großheubach. Mit dem neuen Baum-des-Jahres-Park gegenüber vom Luna-Park am Main ist in Großheubach in nur wenigen Wochen aus einer tristen Ackerfläche ein kleines Paradies geworden. Am Freitag wurde die Anlage eingeweiht. Sie bietet saftiges Grün auf 5000 Quadratmetern. Herzstück des Parks sind, wie der Name bereits nahelegt, 26 »Bäume des Jahres« aus den zweieinhalb Jahrzehnten - von der Stieleiche aus dem Jahr 1989 bis zur Traubeneiche, die heuer gekürt wurde. Wege führen durch den Park und an den Bäumen vorbei. Zahlreiche gestalterische Elemente wie beispielsweise Sandstein-Findlinge sorgen für zusätzliche Abwechslung.

Natürlicher Eindruck

Die Bäume verteilen sich ohne besondere Ordnung über eine große Fläche, sodass ein natürlicher Eindruck entsteht. Infotafeln neben jedem Baum geben Aufschluss über Art, Besonderheiten, Verbreitung und Nutzen. Somit dient der Park gleichermaßen als Erholungsraum für Besucher, aber auch als natürliches Bildungszentrum. Letzteres ist unter anderem für Ausflüge von Schulklassen ideal, da die Lehrer so direkt vor Ort Wissen zu den verschiedenen Bäumen vermitteln können. Karlheinz Hess, Geschäftsführer der Firma Green Design aus Kirchzell, hatte das Projekt vor einigen Monaten angeregt (siehe Infokasten). Jetzt denkt er schon einige Schritte in die Zukunft und überlegt, wie der Park noch schöner werden kann. Das Areal kann bis ungefähr ins Jahr 2025 noch mit weiteren Bäumen des Jahres erweitert werden. Genügend Reservefläche wurde dafür freigehalten. Daneben soll der Park noch »erlebbarer« werden, verriet Hess. So sind ein »Raum der Düfte«, ein »Raum der Genüsse« und ein »Raum der Besinnung« angedacht.

Nominierung seit 1989

Hess informierte die Anwesenden - Dutzende waren bei dem schönen Wetter zur Einweihungsfeier gekommen - über die Hintergründe zur Aktion Baum des Jahres. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es seit 1989 jedes Jahr einen neuen Baum des Jahres, bis heute also 26 Stück. Welche Sorte es ist, wird jeweils im Oktober von der Baum-des-Jahres- Stiftung, die auf Silvius Wodarz zurückgeht, und einem Fachbeirat, dem Kuratorium Baum des Jahres (KBJ), für das folgende Jahr bestimmt. Grundidee ist, die Bedeutung von Wald und  Bäumen in der Gesellschaft zu verankern. Die Stiftung wurde 2008 ins Leben gerufen. Zu den Pflanzungen im Großheubacher Baumpark erklärte Hess, dass die einzelnen Sorten in Gruppen angeordnet wurden, sortiert nach Wachstumsdynamik und Schneidfähigkeit. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil eine Hochspannungsleitung über das Gelände führt. Darunter stehen die langsamer wachsenden Bäume und solche, die sich bei Bedarf gut zurückschneiden lassen.

Ort der Begegnung

Hess sagte, der Baumpark solle gleichzeitig ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, für Wachstum und Entwicklung, Besinnung und Ruhe sowie Nachhaltigkeit sein. Bürgermeister Günther Oettinger erklärte, wie es zum Baumpark kam. Seinen Ursprung hat er in der Tatsache, dass Linden am Roßhofweg gefällt werden mussten, weil sie den Verkehr gefährdeten. Karlheinz Hess hatte damals versprochen, Ersatzpflanzungen vorzunehmen.

»Die Zeit ging ins Land, und wir haben uns am Roßhofweg so an den freien Blick ins Tal gewöhnt, dass eine Ersatzlösung her musste«, meinte der Bürgermeister augenzwinkernd. Der Rest ist Geschichte. Bei der Realisierung des Baumparks holte die Gemeinde auch die Werbegemeinschaft Großheubach mit ins Boot. Deren Mitglieder kümmern sich unter anderem um Patenschaften für die Bäume. Vorsitzender Gerhard Broßler sagte am Freitag, dass der Baum-des-Jahres-Park deutschlandweit einmalig sei: »Die Anlage ist eine Bereicherung für Großheubach.« Er dankte der Gemeinde und dem Bürgermeister und lobte, dass dieser immer ein offenes Ohr für solche Projekte habe. Broßler äußerte als Wunsch, dass sich immer Sponsoren finden lassen, damit der Park jedes Jahr um den jeweils aktuellen Baum des Jahres erweitert werden kann.

Geführte Rundgänge

Bei geführten Rundgängen durch die Anlage konnten sich die Besucher die Baumarten aus nächster Nähe anschauen. Im Sommer soll es nochmals eine große Festveranstaltung im Baum-des-Jahres-Park geben, verriet Oettinger. Damit will er Großheubachs neues Schmuckstück nochmals einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Marco Burgemeister
 

Baum-des-Jahres-Allee in Großheubach

Bürgermeister Günther Oettinger bei seiner Ansprache.

Baum-des-Jahres-Allee in Großheubach
Zwei Arbeiter setzen Stützen rund um einen jungen Baum. Die Gestaltung der Anlage begann Ende März.

Fotos: Marco Burgemeister

Hintergrund: Der Weg zum Baum-des-Jahres-Park
An seiner Größe gemessen, entstand der Baum-des-Jahres-Park in Großheubach beinahe in Rekordzeit. Im Februar hatte Bürgermeister Günther Oettinger den Gemeinderat über die Idee von Karlheinz Hess, Geschäftsführer der Kirchzeller Firma Green Design, informiert.
Angedacht war zunächst eine Allee im Auenbiotop. Die damalige SPD-Gemeinderätin Brigitte Bick schlug die Ackerfläche am Lunapark als Alternative vor. Der Bau- und Umweltausschuss begutachtete den Acker bei einer Ortsbegehung im März. Gemeinderat Roman Kempf (SPD) regte an, die Bäume nicht als Allee, sondern natürlich anzuordnen. Architektin Silke Bischof aus Amorbach entwarf anschließend den Baum-des-Jahres-Park in der Form, wie er jetzt entstanden ist. Ende März präsentierte sie die Pläne dem Bürgermeister und Bauhofleiter Meinrad Lebold. Fünf Tage später begannen die Arbeiten. Wegeführung, das Formen des Geländes und die Baumpflanzungen erfolgten in nur rund einer Woche. Die Einweihung ließ nur deshalb auf sich warten, weil das Gras erst noch anwachsen sollte. Das ist mittlerweile geschehen. (Marco Burgemeister)

 

Einweihung Baum des Jahres - Park in Großheubach, 23. Mai 2014
erschienen: Bote vom Untermain, 26. Mai 2014

Veröffentlicht am: 02.06.2014

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