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Spazierengehen beim Fürsten jetzt sicherer

Nachricht / Pressemeldung vom: 01.04.2014

Schlosspark: Nach Baumpflegearbeiten sind Wege für Fußgänger und Radfahrer in Kleinheubach wieder frei

Fast zwei Monate lang war der Schlosspark von der Vinothek bis zur Heubacher Brücke wegen intensiver Baumpflegearbeiten mit teils schwerem Gerät für die Öffentlichkeit gesperrt. Seit knapp zwei Wochen ist er nun wieder freigegeben und präsentiert sich deutlich aufgeräumter.

Schlosspark Kleinheubach. Bild: Marc Heinz
Kontrollgang: Karlheinz Hess (links) von der Firma Interforst und Parkbesitzer Alois Konstantin zu Löwenstein begutachten die aufbereiteten Wege. In den Bäumen (Hintergrund links) haben sich einige Graureiherfamilien häuslich niedergelassen. Foto: Marc Heinz
 

Zirka 200 Bäume mussten gefällt werden, an über 50 wurde der Bewuchs mit Efeu entfernt und an weiteren 100 Bäumen nahm die Firma Interforst aus Kirchzell eine Totholz- oder Grundpflege vor. Anschließend wurden die Wege mit knapp 300 Tonnen Schotter und Splitt wieder hergerichtet. Spaziergänge in der Anlage sind nun aller Wahrscheinlichkeit nach erheblich sicherer, wenngleich von einem Parkbesuch bei stürmischem Wetter nach wie vor abgeraten wird.

Park vor 260 Jahren angelegt
»Ausschlaggebend war die zunehmende Gefahr durch herabstürzende Äste alter Bäume«, sagte Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein. Der Park sei vor 260 Jahren angelegt worden, und entsprechend waren einige Bäume an der Grenze ihrer Belastbarkeit und Lebenserwartung angelangt. »Anfang des vergangenen Jahres gab es Überlegungen, ein Baumkataster zu erstellen«, erinnert sich zu Löwenstein. Nach dessen Fertigstellung im Sommer hat er die Gemeinde angesprochen. Bei einer Parkbegehung mit Bürgermeister und Gemeinderäten war die dringlichste Frage, ob die Bäume in der Nähe von Wegen noch gesund sind.
In der Nähe der Orangerie war es im Juni 2013 zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Baum mit vier, seitlich ausragenden großen Stämmen hatte in der Mitte begonnen zu faulen und war ohne äußere Einwirkungen auseinandergebrochen. »Das zeigte uns, dass die Sicherheit nicht mehr gegeben war«, sagte der Parkbesitzer, und seine Stiftung beauftragte Firma Interforst mit den Fällungen und Pflegearbeiten.
Die Aufbereitung der zerstörten Wege delegierte Geschäftsführer Karlheinz Hess an Winkler Erdbau aus Eichenbühl. Die spezialisierte Firma verteilte den Schotter von zehn kompletten Lkw-Ladungen mit einem Straßenhobel und verfestigte diesen mit einer Walze. »Die deckende Splittschicht wird sich im Laufe der Zeit weiter setzen und sorgt für eine optimale Befahrung durch Radler und Besucher mit Kinderwagen«, kommentierte Hess, der auch die Gartenbaufirma green design leitet.

Eine Show für Graureiher
»Es mag in der kahlen Jahreszeit stellenweise recht ausgedünnt aussehen, doch wir haben hier einen besonders reichhaltigen Unterwuchs«, so der Fürst, man könne fast sagen mehr Wald als Park. Die jungen Bäume hätten jetzt wieder Platz zum Wachsen. Außerdem gebe es in Mainnähe eine Graureiherkolonie. »Die Vögel scheinen die Show zu lieben«, wundert sich Hess. Obwohl seine Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe mit lauten Geräten gearbeitet hätten, ließen sich die Vögel nicht vertreiben. Im Gegenteil, es seien sogar ständig mehr geworden. »Die brauchen die Action«, vermutet Hess. »Auf einigen Bäumen sind regelrechte Gemeinschaftsmietwohnungen entstanden.«
Im weiteren Verlauf des Parks von der Brücke bis vor in Richtung Parkhof erwartet Fürst zu Löwenstein nicht mehr soviel Bedarf an Aufräumarbeiten. »Die Fläche ist größer, und die Bäume sind nicht so alt wie im Schlosspark«, so der passionierte Jäger und Naturliebhaber. Auch für diesen Abschnitt werde er die Gemeinde um Beteiligung bitten. Außerdem seien Neupflanzungen von Eichen, Pappeln und Linden geplant. Vor allem an den Wegen sei viel in den Kronen weggeschnitten worden, aber das wachse bei einsetzender Begrünung wieder zu. Fachmann Karlheinz Hess schätzt: »Dann ist für die nächsten drei bis fünf Jahre Ruhe. (Marc Heinz)


Hintergrund: Wenn Bäume »geröntgt« werden …
Bei Bäumen, deren Gesundheitszustand man von außen nicht beurteilen kann, wird beispielsweise die Sonartechnik eingesetzt. So lassen sich Spannungsrisse und Fäulnisim Bauminneren feststellen. Durch den Technikeinsatz können gesicherte Aussagen zur Gewährleistung abgegeben werden. In einem Dossier wird der Zustand des Baumes vor und nach den Pflegemaßnahmen dokumentiert.
Sind zusätzliche Daten von Interesse, kann mit der langen und dünnen Nadel eines Resistografen (Kopfdurchmesser drei Millimeter) in das zu untersuchende Holz gebohrt werden. Die elektrische Leistung des einen oder der beiden Antriebsmotoren ist abhängig vom mechanischen Eindringwiderstand. Die auf diese Weise erzielten Messwerte korrelieren mit der Dichte des durchbohrten Holzes, sowohl bei gefällten als auch bei lebenden Bäumen. Die Messprofile geben also den Verlauf der Rohdichte des Holzes entlang des Bohrweges wieder. Anhand eines Kurvendiagramms kann die Güte des Holzes verdeutlicht werden. (Marc Heinz)

 

Pressebericht im Bote vom Untermain vom 27.03.2014 - Autor: Marc Heinz

Veröffentlicht am: 01.04.2014

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