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Steinbruch erlebbar machen - Waldbegang im Großheubacher Kommunalwald

Nachricht / Pressemeldung vom: 14.06.2014

Waldbegang: Großheubacher Gremium begutachtet verschiedene Areale im Gemeindewald - Natur soll verjüngt werden

Großheubach. Zur Waldbegehung haben sich am Samstagmorgen Großheubachs Bürgermeister Günther Oettinger samt Gemeinderat mit Karlheinz Hess vom Kirchzeller Unternehmen Interforst, Revierleiter Mathias Geisler und Guido Frey von der Jagdgenossenschaft getroffen. Ziel der Veranstaltung war es, verschiedene bereits erfolgte Arbeiten rund um den Gemeindewald zu erläutern und deren Fortschritte zu demonstrieren sowie Planungen vorzustellen.

Traubeneichen am Hang

Großheubach hat eine Waldfläche von rund 644 Hektar, davon gehören 516 Hektar der Gemeinde, die übrigen Areale sind in Privatbesitz. Auf der Höhe des Busigberges, von dem aus Wanderer einen wunderbaren Blick ins Tal genießen können, erklärte Geisler, dass die Steilhangflächen zunächst geräumt und danach neu bewirtschaftet wurden. Dies geschah im Zuge einer Ausgleichsmaßnahme. Mittlerweile sind die Hangflächen großräumig mit Traubeneichen bepflanzt. Der Revierleiter sprach von einem guten Pflanzungserfolg, da es nur wenige Verluste beim Anwachsen der jungen Bäumchen gegeben habe. Die Pflanzen befinden sich in sogenannten Tubex-Wuchshüllen. Das sind komplett biologisch abbaubare, aus natürlichen Stoffen hergestellte Rohre. Diese verhindern den Verbiss durch Wild. Geisler erklärte, dass diese Methode enorme Vorteile gegenüber der Einzäunung habe. Sollte ein Zaun einmal durch herab fallende Äste oder umfallende Bäume beschädigt werden, haben Tiere freie Bahn auf Verjüngungsflächen und können dort alle Pflanzen beschädigen.

Mehr Douglasie geplant

Im Bereich des Busigbergs steht ein Hochwald, bestehend aus Kiefer, Eiche und Buche. In Zukunft soll auch mehr Douglasie dazukommen. Aktionen von selbst ernannten Naturschützern, welche in Deutschland die Pflanzung von Douglasien verhindern wollen, kann Geisler nicht verstehen. Argument der Verhinderungspolitik sei es, dass diese Art in Deutschland nicht vorkomme. Mathias Geisler erklärte dagegen, dass die Art einst sehr wohl in heimischen Gefilden vorkam, wie Forschungen mittlerweile ergaben. Gerade im Hinblick auf den befürchteten Klimawandel mache die Douglasie in Deutschland Sinn, denn die Baumart werde den Klimawandel überleben. In 200 Jahren werde in der Region ein Klima erwartet, wie es aktuell an der Westküste der USA vorherrscht. Dort gedeihen Douglasien trotz erschwerter Bedingungen, deshalb sei der Baum eine gute Zukunftsoption. Begutachtet wurde auch der ehemalige Steinbruch am Busig. Der Buntsandstein aus Großheubach, der am ehemaligen Steinbruch abgebaut wurde, hat historischen Wert und ist einzigartig, da mit tollen Mustern versehen. Das Gestein galt einst als Exportschlager aus Großheubach, ist in vielen historischen Bauwerken in Deutschland, wie im Mainzer Dom, verbaut. Geisler erläuterte Planungen, die Fläche am Steinbruch touristisch attraktiv zu gestalten, in dem dort ein Erholungsgelände angelegt wird. Damit soll der Steinbruch für Gäste erlebbar gemacht werden.

Schonend Bäume fällen

Insgesamt war bei der Waldbegehung häufig die Rede von den Harvester-Maschinen. Revierleiter Geisler erklärte direkt an einem solchen Spezialfahrzeug die Funktionsweise und wies darauf hin, dass die Harvester schonend Bäume fällen und aus dem Wald ziehen können. Elf Meter tief können die Geräte in Waldflächen hineingreifen, deshalb sei alle 22 Meter eine Schneise erforderlich, damit die Harvester dort einfahren können. Das Fällen von Bäumen könne mit den Maschinen schonender als per Hand erfolgen,
erläuterte der Revierleiter.

Waldbegang Großheubach, 7. Juni 2014 - erschienen: Bote vom Untermain, 11. Juni 2014 - Autor: Marco Burgemeister

Waldbegehung im Kommunalwald von Großheubach
Bei der Waldbegehung machte sich der Großheubacher Gemeinderat ein Bild von verschiedenen Projekten rund um den 516 Hektar großen Gemeindewald.

Steinbruch in Großheubach
Der ehemalige Steinbruch soll zu einer touristischen Erholungsfläche umgestaltet werden.

Fotos: Marco Burgemeister

Veröffentlicht am: 14.06.2014

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